Hyperlapse im Schnelltest

Titel_Hyperlapse (1 von 1)

Ja, auch ich habe mir die Hyperlapse-App von Instagram heruntergeladen und warte nun gespannt darauf, was für Videos in den kommenden Wochen die sozialen Netzwerke fluten werden. Bislang habe ich allerdings vor allem Timelapse-Clips gesehen, die mit dieser App gemacht wurden und eben keine echten Hyperlapse-Videos. Darum hier nochmals kurz für alle die, die es noch nicht wissen zum Mitschreiben: Bei einer Hyperlapse bewegt sich die Kamera mit, steht sie an einem fixen Ort ist das eben „nur“ eine Timelapse, wie diese hier:


Zu Beginn haben mich bei Hyperlapse vor allem die etwas sehr dürftigen Einstellungsmöglichkeiten irritiert. Angefangen damit, dass die Videos offenbar nur mit einer Auflösung von 720p aufgenommen werden können, die bekanntlich nicht das Maximum ist, was aus einem iPhone 5s herausgeholt werden könnte. Und auch die Framerate schien fix auf 30 fps eingestellt zu sein. Was zwar nicht grundsätzlich schlecht ist, aber auch nicht wirklich sehr vielfältig.

Man braucht vier Finger dazu
Um die Einstellungen aufzurufen bzw. zu ändern tippt man in der geöffneten App mit vier Fingern vier Mal auf das Display. Danach öffnet sich das Menü „Hyperlapse Labs“.

In diesem Menü kann unter anderem die Auflösung auf 1080p hochgeschraubt werden und man kann immerhin zwischen 30 und 24 fps wählen. Weitere Möglichkeiten sind:

  • Sicherung einer nicht stabilisierten Video-Version in der Camera Roll
  • Automatische Kalibrierung
  • Hyperlapse EXTREME (max. Abspielgeschwindigkeit 40-fach statt nur 12-fach)
  • Audioanpassungen (deren Einstellungsmöglichkeiten sich mir noch nicht restlos erschlossen haben).

Besonders hilfreich finde ich, dass während der Aufnahme auf dem Display angezeigt wird, wie lange das Video nach der Umwandlung im Zeitraffermodus wird. Die Anzeige gilt allerdings nur für die 6-fache Abspielgeschwindigkeit und lässt sich nicht an die übrigen Geschwindigkeiten anpassen. Die beiden Zeiten sind neben dem Start-/Stopp-Button übrigens die einzigen Anzeigen auf dem Bildschirm.

(Update 03.09.14: Wenn die Abspielgeschwindigkeit in den Einstellungen auf 40-fach erweitert wurde, wird auf dem Display standardmässig die 8-fache Abspielgeschwindigkeit angezeigt.)

Reserveakku nicht vergessen
Bei meinem ersten Versuch mit der Hyperlapse-App habe ich für ein Timelapse-Video etwa 10 Clips a je rund 10 Minuten aufgenommen, was etwa anderthalb Akkuladungen benötigte. Aber um genügend Länge im Zeitraffermodus zu erhalten, braucht man vorher genügend „Fleisch am Knochen“. Dafür dauert die Verarbeitung der Videos jeweils nicht so lange, denn die App nutzt zur Stabilisierung die Stabilisierungssensoren des Smartphones. Das ist weniger rechenintensiv als beim herkömmlichen Stabilisierungs-Verfahren, der sogenannten Frame-by-Frame-Anlayse. Bei dieser muss eine Software, wie der Name schon sagt, jedes einzelne Frame analysieren.

Fazit
Die App macht, was sie verspricht: Sie stabilisiert und beschleunigt Videos für Timelapses oder Hyperlapses. Und das macht sie gut. Allerdings sind die Einstellungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten ziemlich dürftig. So fehlen mir persönlich eine Pausentaste; die Möglichkeit, die Beschleunigung der Videos nachträglich zu ändern; Filter und/oder Farbregler sowie die Möglichkeit, Musik unter die Videos zu legen. Schade ist zudem, dass die Hyperlapse-Videos auf Instagram auf 15 Sekunden beschnitten werden, wie alle anderen Videos auch. In so kurzer Zeit kommt eine Hyperlapse leider nicht wirklich zur Geltung.

Und hier mein erstes, heute auf dem Nachhauseweg aufgenommenes Hyperlapse-App-Video. Aufgenommen habe ich es mit einem iPhone 5s mit 10-facher Beschleunigung, die Musik sowie das Intro/Outro wurden nachträglich am Rechner im FCPX eingebaut.

Interessantes Tool zur Selbstvermarktung

Bildschirmfoto 2013-11-27

Derzeit nutzen über 2 Milliarden Menschen weltweit das Internet – Tendenz rasant steigend. Aus dieser Masse in irgendeiner Form positiv herauszustechen, ist für einen Einzelnen gar nicht so einfach. Abhilfe kann da about.me schaffen. Mit diesem Selbstvermarktungs-Tool kann schnell und einfach eine ansprechende und übersichtliche Webpräsenz erstellt werden.

Anmeldung:
Ganz einfach und kostenlos über Twitter oder Facebook. Optional kann auch ein eigener Account bei about.me eröffnet werden.

Erstellen der Seite:
Das CMS von about.me ist sehr einfach gehalten, bietet aber dennoch eine Vielzahl an Möglichkeiten. Zuerst muss ein Hintergrundbild ausgewählt werden. Das kann eines aus dem eigenen Archiv sein oder aber man wählt eines aus den Vorlagen von about.me. Die Auswahl ist allerdings sehr bescheiden. Danach werden Infos wie Name, Wohnort, Titel, Ausbildung, Kurzbio etc. eingegeben. Ganz wichtig dabei: die Tags. Sie sorgen dafür, dass man online besser gefunden wird. Zum Schluss noch Farben und Schriften anpassen und fertig ist das about.me-Profil.

Verlinkungen:
Links zu den verschiedenen Webpräsenzen können entweder mit Apps dargestellt werden oder mit normalen Links.

Verbreitung der eigenen about.me-URL
Sobald die Seite fertig erstellt ist, wird eine eigene URL (about.me/patrick.staempfli) generiert, die man beispielsweise seiner Mail oder anderen SoMe-Kanälen anfügen kann.

Kosten:
Die Grundfunktionen sind kostenlos und reichen meiner Ansicht nach völlig aus. Eine eine eigene Domain, den Einbezug von Google Analytics und das Entfernen des about.me-Logos kosten zwischen 4 und 9 US-Dollar pro Monat. 

Fazit:
Ein gutes, einfach zu bedienendes Tool zur Erstellung einer Webseite zur Selbstvermarktung. Im App Store gibt’s übrigens auch die mobile Version von about.me.

Pro-App für handschriftliche Notizen

Im App Store gibt es bekanntlich diverse Apps, mit denen man handschriftliche Notizen festhalten kann. Oft ist das Schreiben damit aber ziemlich umständlich, weil entweder die Handschrift nicht erkannt wird oder man die Hand nirgends vernünftig auflegen kann, um das Schreiben angenehmer und präziser zu gestalten. Bislang war ich mit „Penultimate“ ziemlich zufrieden. Obschon auch bei dieser App die Handauflagefläche nur suboptimal funktionierte, schätzte ich vor allem die Verknüpfung mit Evernote und die grosse Papierauswahl. Bis ich kürzlich „Upad“ entdeckt habe…

„Upad“ erkennt die Handschrift sehr gut und löst insbesondere das Problem mit der Handauflage: Und zwar mit einem Schieber, den man während des Schreibens ganz einfach von unten hochziehen kann und damit verhindert, dass die Hand mit dem Screen in Kontakt kommt und somit den Kontakt des Schreibstifts zum Screen unterbricht oder stört. Hilfreich ist auch die Möglichkeit, einen Teil der Notiz vergrössert anzuzeigen und mit grosser Schrift zu bearbeiten. „Upad“ verkleinert die Schrift nach der Eingabe automatisch und fügt sie wieder in den Text ein. 

Weiter erlaubt die App auch das Kommentieren von PDF-Dokumenten, das Verzieren von Fotos, das Ausdrucken der Dokumente sowie den Export zu Evernote, Dropbox oder GoogleDrive. Auch per Mail können die Notizen verschickt werden oder direkt auf Facebook oder Twitter gepostet. Die Dokumente können zudem in frei definierbaren Ordnern abgelegt und mit Stichworten versehen werden.

Daneben bietet die App alles, was man von einer Notiz-App erwartet: eine schöne Auswahl an Papier, Farben, Stiften und Formen, einen Radiergummi, eine tastaturbasierte Texteingabe und selbstverständlich die obligatorische Rückgängig-Funktion. 

Um die App und ihre Funktionen auch voll nutzen zu können, kommt man um einen speziellen Schreibstift nicht herum. Mit dem Finger schreibt es sich auf dem Tablet nicht sonderlich gut. Ich nutze für normale Notizen den „AluPen“ von Just Mobile und wenn es besonders exakt sei muss, den „Jot Pro Stylus“ von adonit.

„Upad“ gibt es als Lite-Version oder als Vollversion für CHF 5 bzw. € 4.49 im App Store.